Tabu:bruch | Türen der Verschwiegenheit - Zum Orange Day 2022 setzen Soroptimistinnen auf Prävention

Orange Days in Hannover

Soroptimist International (SI) Club Hannover 2000 und Club Hannover laden zum Aufakt der Internationalen Orange Days zu einer Podiumsdiskussion über häusliche Gewalt ein. Häusliche Gewalt ist heimliche Gewalt. Man spricht nicht darüber, was im eigenen Heim geschieht. Solange das Sprechen über häusliche Gewalt tabuisiert bleibt, wird sie sich immer wieder reproduzieren, werden die Täter immer wieder zu Tätern, bleiben die Betroffenen in ihrer Opferrolle gefangen.

Unser Podium:

Moderation: Andreas Kuhnt, NDR Niedersachsen

Daniela Behrens, Niedersächsische Sozialministerin
Teresa Bücker, Berlin, Journalistin, Autorin „Alle Zeit“; (angefragt)
Elif Gencay, Fachanwältin für Familienrecht
Boris von Heesen, Darmstadt, Wirtschaftswissenschafter, Männerberater, Autor: „Was Männer kosten“
Marco Roock, Dipl.-Sozialwissenschaftler, Männerbüro Hannover e.V.
Anja Wessel-Jorißen, Geschäftsführerin Ophelia e.V.
N.N., Schauspieler:in, Staatstheater Hannover, liest aus “Liebe ist gewaltig“ von Claudia Schumacher

Als weitere Aktion bespielt die Künstlerin Kerstin Schulz während der Internationalen Orange Days vom 23. November bis 10. Dezember die Kröpcke Uhr, Hannover, mit ihrer interaktiven Kunstinstallationen "Tabu:bruch I Türen der Verschwiegenheit". Die Vernissage findet am 23.11.2022, 11.00 Uhr, statt.

Wir bitten um Spenden für die Präventionsarbeit: Männerbüro Hannover e.V. und Ophelia Beratungszentrum für Frauen und Mädchen mit Gewalterfahrung e.V. 

Spendenkonto: Förderverein für den „Soroptmist Internatinal Club Hannover 2000 e.V.
IBAN DE56 2505 0180 0000 0933 77
 

Ukraine-Mütter-Kinder-Projekt

Frauen unterstützen Frauen und Kinder

Eine liebevoll gedeckte Kaffeetafel mit Blumen, Obst und Kuchen erwartete die ukrainischen Mütter, ihre Kinder, ein Vater und zwei Großmütter seit Mai 2022 einmal die Woche im Gemeindehaus der Markuskirche in Hannovers Hohenzollernstraße 54 a. Lena Steimann gab derweil den Kindern Deutschunterricht und so lernten sich alle über die Monate gut kennen. Nicht nur erfuhren unsere Clubschwetsern Barbara Krüger, Mechthild Schramme-Haack und Helga Janzon zusammen mit weiteren ehrenamtlich engagierten Frauen  von den Sorgen und Nöten der Ukrainerinnen, sondern konnten ihnen erfolgreich bei der Suche nach Wohnungen, Möbeln, Kitaplätzen und allerlei mehr helfen. 

Ende März 2022 hörten wir, dass in der Markuskirchengemeinde im Rahmen eines offenen „gelb-blauen Treffpunkts“ Deutschunterricht für Vorschulkinder ohne Kita-Platz geplant sei. Den Unterricht wollte Lena Steimann, die Frau des Küsters Alexander Steimann, ehrenamtlich geben. Hier sahen wir unsere Chance: Wir boten an, die Erwachsenen zu betreuen und gegebenenfalls zu beraten, zu unterstützen, und auch unser berufliches Netzwerk, das wir durch SI haben, einzubringen. Die ukrainischen Teilnehmerinnen sind gebildet, gehen in ihrer Heimat anspruchsvollen Berufen nach - eine Finanzanalystin, eine Pandemiologin, eine Pharmazeutin, eine Juristin etc. Für alle ist dieser Nachmittag etwas Besonderes. Wir haben es mit sehr höflichen, sehr sympathischen Menschen zu tun. Und die Kommunikation fällt von Mal zu Mal leichter, immer mehr Kuchen werden gebacken.

Ein kleines "Zwischenfest" am Nachmittag des 10. Oktober war ein voller Erfolg: 20 Erwachsene, neun Kinder, unsere SI-Präsidentin Sonja Köhler, Jan Jelinski als Vertreter der Kirche, Petra Tschimpke als Vertreterin des Kirchenvorstands feierten mit. Ein besonderes Highlight war die Puppenspielerin Beate Welsch, sie hat ihren Kasper eine Schatztruhe finden lassen, in der goldene Münzen und Geldscheine aus Schokolade waren. Weitere kleine Überraschungen gaben wir den Kindern später noch mit, sogar ukrainische Pixi-Bücher, die uns ein Buchhändler geschenkt hatte. Und alle bekamen als Erinnerung eine Fotocollage mit nach Hause. Obwohl der 10. Oktober ein besonders schwerer Tag im Krieg gegen die Ukraine war, viele Städte und auch Kiew wurden intensiv beschossen, bekamen wir eine Dankbarkeit an diesem Nachmittag geschenkt, mit der wir so nicht gerechnet hatten: unsere Treffen seien nach all ihren Verlusten von Familie, Freunden, Heimat, Familie der erste Baustein gewesen, so formulierte es eine der ukrainischen Mütter, hier ein neues Leben aufzubauen.

Wir treffen uns ab 7. November immer am 1. Montag im Monat. Lena Steimann wird weiter als Ratgeberin, Dolmetscherin und Freundin dabei sein. Außerhalb des monatlichen Treffs halten wir untereinander Kontakt, wie jede es mag. Wir können alle vier Wochen Bedürfnisse erfragen und können uns in der Zwischenzeit darum kümmern. Nachdem wir jetzt vor allem bei praktischen Fragen soviel wie möglich unterstützt haben, hoffen wir zukünftig auch auf das berufliche Netzwerk von SI. Denn wir sind sicher, sobald die Frauen deutsch können, wollen alle schnellstmöglich in ihre Berufe zurück. Zumindest die, die bleiben, und die, die auf keinen Fall in Deutschland bleiben wollen, müssen dies vielleicht etwas länger tun, als sie dachten und werden auch qualifizierte Arbeiten suchen.

 

 

Förderung Nachhaltigkeitsschulen

Aus ganz Niedersachsen haben sich 431 Schulen für die Teilnahme am Projekt „Internationale Nachhaltigkeitsschule / Umweltschule in Europa“ angemeldet, von denen 417 Schulen das „Siegel“ in den nächsten zwei Jahren tragen dürfen. Am 28.09.2022 fand eine der vier Veranstaltungen in ganz Niedersachsen statt, in denen die Nachhaltigkeitsschulen ausgezeichnet werden. Dr. Arne Röhrs, Regionalkoordinator, wies in seiner Begrüßung darauf hin, dass die Projekte der Schulen zunehmend auf die ganze Schule ausgerichtet sind und nicht mehr auf einzelne Initiativen (Whole School Approch). Melanie Walter, Abteilungsleiterin im Kultusministerium, stellte in ihrem Grußwort in den Vordergrund, wie die beteiligten Schülerinnen und Schüler durch die Projekte in ihrer Selbstwirksamkeit gestärkt werden.

Das Projekt „Internationale Nachhaltigkeitsschule / Umweltschule in Europa“ bietet ein breites Spektrum an Themen an, aus denen sich jede teilnehmende Schule zwei Bereiche aussucht und zwei Jahre lang bearbeitet. Die Themen reichen von „Klimawandel“ über „Fair Trade“ bis hin zu „Demokratiebildung“ oder „Perspektiven für die Zukunft“.

Der SI Club Hannover beteiligt sich für den kommenden Förderzeitraum als Sponsor. Unsere Ausschreibung (zum Download hier klicken; PDF) richtet sich an die teilnehmenden Schulen der Region Hannover und wurde bei der Auszeichnungsveranstaltung am 28.09.2022 präsentiert. Wesentliche Voraussetzung für die Förderung ist die besondere Berücksichtigung des UN-Nachhaltigkeitsziels „Geschlechtergerechtigkeit und Selbstbestimmung für alle Frauen und Mädchen“ (Sustainable Development Goal 5 der Vereinten Nationen) im Rahmen des Projekts.

Bis zum 31.01.2023 können interessierte Schulen eine Förderung von bis zu 300 € beantragen. Wir haben schon bei der Auszeichnungsveranstaltung viele Kontakte geknüpft und freuen uns auf interessante Bewerbungen.

Weitere Informationen finden Sie beim Niedersächsischen Kultusministerium.

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