Der Orange Day am 25.11.2020 in Hannover - Ein großartiger Tag für ein wichtiges Anliegen!

Um ein Zeichen gegen Gewalt an Frauen zu setzen, wurden unter dem Motto „Orange the world“ folgende Gebäude orange illuminiert: das Schloss Herrenhausen, das Neue Rathaus, das Haus der Region, das Sprengelmuseum, das Nord/LB Gebäude, der Bibliothekspavillon, das Kirchenamt EKD, die Basilika St. Clemens, die Marktkirche, das Heizkraftwerk Linden, die Leibniz Universität, das Hannover Congress Centrum, die Kröpckeuhr, das Sozial- und Finanzministerium sowie der VW-Tower.

Der Orange Way – ein Auto-Konvoi entlang der illuminierten Gebäude- war hierbei ein einmaliges Projekt im Rahmen der Orange The World Kampagne der UN Women, initiiert durch die Soroptimist Clubs Hannover.

Wir möchten an dieser Stelle der Region Hannover, der Landeshauptstadt Hannover, der enercity AG, dem Schloss Herrenhausen, dem aha Zweckverband Abfallwirtschaft Region Hannover, Volkswagen Nutzfahrzeuge, der Sparkasse Hannover, Imageflight, hannover_fotografie, der Leibniz Universität, der Basilika St. Clemens, dem Caritasverband Hannover e.V., dem Kirchenamt der EKD, der Marktkirche, dem Sprengelmuseum, dem Hannover Congress Centrum, dem Niedersächsischen Sozialministerium, dem Niedersächsischen Finanzministerium, dem Zonta Club Hannover, dem KulturRaum Region Hannover e.V. und den Herrenhäuser Gärten herzlich für die Unterstützung danken!

Die Fotos können zum Vergrößern angeklickt werden.

Fotograf: Matthias Falk (hannover_fotografie)

Video: Imageflight (www.imageflight.de)

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Orange Days 2020: Keine Gewalt gegen Frauen

 

Orange Days – We stand up for Women

Lasst uns am 25. November gemeinsam ein Zeichen gegen Gewalt an Frauen setzen!

Am 25. November, dem internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen, beginnen die Orange Days. Bis zum 10. Dezember wird unter dem Motto „Orange the world“ auf das Thema Gewalt an Frauen aufmerksam gemacht.

Die Soroptimistinnen der beiden SI- Clubs Club Hannover und Club Hannover 2000 laden unter dem Motto „Stoppt Gewalt gegen Frauen!“ zur Unterstützung ein um

am Tag gegen Gewalt an Frauen
gemeinsam ein Zeichen zu setzen.

Unter der Schirmherrschaft des Oberbürgermeisters von Hannover Belit Onay und gemeinsam mit vielen hannoverschen Unterstützern werden zahlreiche Gebäude in Hannover an diesem Tag orange illuminiert.

Damit sagen wir: "Stoppt Gewalt gegen Frauen!"

„Gewalt gegen Frauen“ ist ein Thema, das uns alle etwas angeht und an Brisanz niemals verliert. Die Bekämpfung von Gewalt jeglicher Form gegenüber Frauen und Mädchen weltweit ist der Grundstein der Gleichberechtigung und auch im Jahr 2020 leider noch eine Herausforderung.Die „Orange Days“ sind eine wichtige Aktion, um für dieses Thema zu sensibilisieren. Gerne möchte ich auf den Einsatz und das Engagement von Soroptimist International aufmerksam machen, wodurch die Entwicklung, Gleichstellung und Rechte von Frauen gestärkt werden.

Prof. Dr. Johann Bauersachs (Direktor der Klinik für Kardiologie und Angiologie, Medizinische Hochschule Hannover)

Stoppt Gewalt an Frauen!
Wir sollten den Frauen gegenüber Respekt und Anerkennung zeigen. Keine Frau hat es verdient unter Gewalt zu leben. Den Frauen haben wir unser Leben zu verdanken.

Babacar N‘Diaye (Teammanagement RB Leipzig, Ex Profi Fußballer bei Hannover 96, St. Pauli u.a. Verheiratet mit einer Hannoveranerin, 2 Kinder)

Null Toleranz für Gewalt!!!
Jegliche Art von Gewalt ist ein Leiden der Gesellschaft seit Menschengedenken! Wir müssen eigentlich ein komplettes Umdenken anstreben und fordern!Wertschätzung unabhängig von Ruhm und Reichtum, ob Mann oder Frau, egal auf welchem Kontinent, welcher Kultur auch immer!
Gewalt an Frauen und Mädchen ist traurige Wirklichkeit tagtäglich für viel zu viele Frauen weltweit. Aber auch mitten in unserer Gesellschaft, in diesem Land , hier und jetzt!
Ein Tag der Erinnerung, Aufmerksamkeit, und Diskussion ist immer wichtig!
Nach wie vor müssen Frauen um Gleichstellung in allen Bereichen kämpfen!
Wie kann das sein??

Heidi Aguilar (Feuerwerk der Turnkunst, Regie und Choreografie)

„Gewalt gegen Frauen“ ereignet sich leider täglich weltweit. Die Ursachen liegen oft in einemMachtbedürfnis des gewalttätigen Partners. Jüngere Frauen sind häufiger Opfer von Gewalt alsältere. Es gibt unterschiedliche Formen der Gewalt gegen Frauen: Körperliche, sexualisierte,psychische und viele weitere. Die Aktion der Soroptimistinnen in Hannover fordert uns auf, dieGleichstellung von Frauen zu begleiten und zu unterstützen. Fazit: Gewalt gegen Frauen ist asozial und geht gar nicht!

Martin Argendorf (Präsident der Lindener NarrenNorddeutschlands populärste Karnevalsgesellschaften)

„Es ist wichtiger denn je, das Thema „Gewalt gegen Frauen“ in die Köpfe derjenigen zu bekommen,die immer noch glauben, dass die Welt aus Männer UND Frauen besteht. Wir sind alle gleich undmüssen uns auch gegenseitig so behandeln.“Ich verabscheue Männer, die die Hand gegenüber Frauen heben.
Das was die „Orange Days“ da auf die Beine stellen, ist sauwichtig und wird von mir voll und ganzunterstützt.

Nikolaj Georgiew (Regisseur und Filmproduzen)

Am 25. November ist wieder der "InternationaleTag zur Beseitigung der Gewalt gegen Frauen". Bei Vergewaltigung, sexuellen Übergriffen und sexueller Nötigung in Partnerschaften sind die Opfer zu 98,4% weiblich, bei Bedrohung, Stalking, Nötigung in der Partnerschaft sind es 88,5%. Bei vorsätzlicher, einfacher Körperverletzung sindes 79,9%, bei Mord und Totschlag in Paarbeziehungen sind 77% der Opfer Frauen.Mehr als einmal pro Stunde wird statistisch gesehen eine Frau durch ihren Partner gefährlich körperlich verletzt. Von psychischer Gewalt ist hiernoch gar nicht die Rede. Diese Zahlen sind aus der Gewaltstatistik des Bundeskriminalamtes aus dem Jahr 2018. Einfach nur eine Statistik? Die Zahlen verschlagen mir zunächst die Sprache. Aber ich will dazu nicht schweigen, nicht aufhören darauf hinzuweisen,

- dass Gewalt gegen Frauen eindeutig nicht mit einem bestimmten ethnischen Hintergrund oder einer sozialen Schicht zusammenhängt, sondernwirklich jede Frau treffen kann;- dass jede siebte Frau Ziel von Gewalt war oder wird, jede vierte durch den aktuellen oder ehemaligen Partner;- dass es dabei nicht um sexuell motivierte Handlungen geht, sondern um Macht. Gewalt gegen Frauen wird verübt, weil man(n) eigene Interessen durchsetzen, Gegner im Krieg demoralisieren oder zerstören, eigene Minderwertigkeitskomplexe überlagern und sich an einem Gefühl der Überlegenheit berauschen will;

- dass Gewalt gegen Frauen misogynistisch motiviert ist, also Frauen nur weil sie Frauen sind zum Ziel von Gewalt werden.Ein höchst alarmierender Zustand! In 99% aller Fälle von sexueller Gewalt sind die Männer Täter.Aber verantwortlich dafür, dass sich an dieser Situation nichts ändert sind auch Männer, die nicht eingreifen. Männer, die zuschauen. Männer,die durch sexistische Witze eine sexistische Kultur am Leben erhalten. Männer, die von Vorfällen wissen, aber nichts unternehmen. Gewalt gegen Frauen beginnt als Gewalt und Erniedrigung in den Köpfen – fast immer in den Köpfen von Männern. Veränderung ist dringend geboten und sie fängt in den Köpfen (von Männern) an. Daher plädiere ich für eine Ergänzung im Titel dieses Gedenktages: Internationaler Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen DURCH MÄNNER!

Barbara Kantel (Dramaturgin und LeitungSPIELRÄUMESchauspiel Hannover)

„In meiner Praxis als Künstler und Tanzlehrer bin ich täglich konfrontiert mit der Frage des respektvollen Umgangs von Menschen untereinander. Wenn wir einmal das Konzept der Rollenverteilung im Tanzpaar betrachten, so ist zunächst der Herr der Führende, die Dame die Folgende. Dies erzeugt oft Missverständnisse, die wir als Lehrende verpflichtet sind auszuräumen. Kein Mann darf mit einer Frau machen, was er will, nur weil ihm die scheinbar machtvolle Führungsrolle zugeordnet ist. Vielmehr handelt es sich beim Tanzen um eine kontrollierte, sanfte und verantwortungsvolle Handlung. Im Sinne einer echten Kooperation. Nur so entstehen überhaupt effiziente (Bewegungs-) Abläufe und eine wunderbare Paarharmonie.
Ich denke, dieses tänzerische Leitmotiv können wir auf unsere Gesellschaft übertragen. Niemand sollte seine Machtposition ausnutzen, um seine Mitmenschen in verletzender Form zu dominieren oder deren Persönlichkeitsrechte zu verletzen. Niemand. Nirgendwo. Ich kämpfe dafür.“

Emile Moïse (Inhaber der Tanzschule Salsa del alma Dance Academy GmbH)

Gewalt gegen Frauen erscheint oberflächlich als ein Problem, das uns hier in Mitteleuropa nichts angeht. Einer offenen, liberalen, modernen Gesellschaft mit relativem Wohlstand. DasStrafgesetzbuch und das Gewaltschutzgesetz stellen körperliche und sexuelle Gewalt, Belästigung und Nachstellungen unter Strafe. Daraus könnte man schließen, dass die wahrgenommenen Fälle permanent abnehmen. Allerdings sprechen die Statistiken eine andere Sprache. Nicht nur weltweit, sondern auch in Deutschland und Europa ist nach wie vor eine hohe Zahl zu verzeichnen. Häusliche Gewalt führt mit Abstand die Statistiken an, aber auch an der Arbeitsstelle oder in öffentlichen Orten finden diese Fälle statt. Darüber hinaus ist Gewalt in der Kommunikation eine Form von Gewalt, die nicht akzeptabel ist. Gerade im Zeitalter der digitalen Medien kommt dies immer häufiger vor. Ein Problem, dass in Zukunft bei dessen Bearbeitung noch enger in den Fokus genommen werden muss.

Insgesamt sehe ich es als ein gesellschaftliches Problem an. Die Ursachen für die Formen der Gewalt beziehen sich keinesfalls auf bestimmte Gruppen der Bevölkerung. In allen sozialen Milieus gibt es Menschen, die nicht in der Lage sind, ihre Emotionen zu kontrollieren und Konflikte verbal zu regeln. Menschen, die Macht ausüben wollen, über mangelndes Selbstbewusstsein verfügen.

Auch wenn es Beispiele für den Aufbau von Frauenhäusern, Beratungsstellen und Schutzwohnungen gibt, ist es erforderlich, mit intensiver Öffentlichkeitsarbeit dieses Thema ständig zu bearbeiten.In Zeiten zunehmender Individualisierung von Menschen viel zu häufig weggeschaut, statt aktiv zu werden und Gewalt als inakzeptables Mittel der Auseinandersetzung nicht zuzulassen.Es ist an uns allen, hierzu einen Beitrag zu leisten und Zivilcourage zu beweisen.

Klaus Grupe (1.Vorsitzender Kulturverein bauhof e.V. hemmingen)

"Wo fängt Gewalt gegen Frauen an? Viele Frauen trauen sich, vor allem abends und nachts, nicht mehr nach draußen. Auf Straßen, Plätzen, Parks und Wälder. Und wenn, dann oft mit einem Gefühl der Unsicherheit und Angst. Können wir Männer das nachvollziehen, wenn wir wie selbstverständlichden öffentlichen Raum besetzen? Es hat viel mit unseren Signalen zu tun, die wir aussenden und die wir uns bewusster machen sollten. Angefangen von respektablem Abstand bis zur defensiven Körpersprache. Dieses Bewusstsein ist vielleicht ein kleiner Schritt, dass sich Frauen im öffentlichen Raum wieder sicher fühlen können. Aber immerhin ein erster."

Ronald Clark: (Direktor Herrenhäuser Gärten, Landeshauptstadt Hannover)

Hilfetelefon "Gewalt gegen Frauen" - "Aber jetzt rede ich"

Wir unterstützen die neue Kampagne des Hilfetelefons "Gewalt gegen Frauen" - "Aber jetzt rede ich". Jeden Tag erfahren Frauen Gewalt in den unterschiedlichsten Lebenssituationen und zu viele schweigen darüber. Wir Soroptimistinnen sagen: "Stoppt Gewalt gegen Frauen" und machen dieses Thema gemeinsam mit vielen Unterstützern am 25.11.2020 in Hannover sichtbar.


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